Rassismus in der Prostitution: über die Fetischisierung von Ethnien durch Freier

    Prostitution, das bedeutet, dass Männer als Täter agieren. Denn Freier zu sein heißt, mit einer Frau zu schlafen, von der man nicht weiß, ob sie den Sex eigentlich überhaupt wirklich will. Und das ist ganz klar problematisches sexuelles Verhalten.

    Freier zeigen aber nicht nur den Willen dazu, Sex ohne Konsens zu haben, d.h., zu vergewaltigen. Sie agieren oft auch rassistisch. Denn Prostitution könnte nicht existieren, wenn es keinen Rassismus gäbe: die meisten Frauen, die die riesige Nachfrage nach käuflichem Sex befriedigen, kommen entweder aus prekären Schichten und / oder aus sehr armen Ländern, z.B. Bulgarien und Rumänien – z.B. im Fall von Romnjia (Roma-Frauen). Das bedeutet, sie haben rassistische Diskriminierung schon erlebt, bevor sie hergekommen sind, und oft ist Rassismus der Grund, warum sie außer der Prostitution kaum Optionen haben oder warum ihre Familien in Armut leben und sie in die Prostitution drängen.

    Prostitution lebt aber nicht nur von Rassismus, es ist auch selbst Rassismus.

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