Keine Heldin, kein Vorbild. Und spricht trotzdem. Warum nur.

    Heute ist ein schlimmer Tag, schlimme Tage, schlimme Nächte. Ich bin überarbeitet, Doktorarbeit, Aktivismus, zusätzlich der übliche Kram. Mein letzter Urlaub war vor 12 Jahren oder so. Ich kann die Flut an Nachrichten, die ich bekomme, nicht mehr bewältigen, sie haben eine solche Masse, sie fließen einfach über mich. Und dann noch dieser schlimme Todestag, der mir bevorsteht und der mir so derbe in den Bauch tritt, das die Tränen überall fließen, auch auf der Straße, in der Kaufhalle, in der Bibliothek. Es läuft einfach in meinem Leben. Tränentechnisch jetzt.

    Heute Nacht habe ich wieder wachgelegen, ich hatte Angst. Angst, mir mein Leben versaut zu haben, indem ich öffentlich spreche.

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