Marianne

    Vorletzte Woche war ich wieder mit meiner örtlichen Bezugsgruppe bei der aufsuchenden Arbeit in den Bordellen unserer Stadt. An diesem Abend haben wir in einem Wohnungsbordell etwas vorgefunden, mit dem wir nicht gerechnet hatten.

    Als wir die Treppe zum Wohnungsbordell hochkamen, sahen wir eine ältere Frau, sicher Ende 60, Anfang 70, im Bademantel. Sie öffnete uns die Tür zum Wohnungsbordell.

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    „Aber wenn wir Prostitution abschaffen, gibt es mehr Vergewaltigungen!“

      Wenn es um Prostitution geht, wird diese häufig mit genau diesem Argument verteidigt.

      Hinter dieser „Logik“ steht die sogenannte „Dampfkesseltheorie“. Diese besagt, wenn Männer sexuell nicht genügend zum Zuge kämen, müssten sie vergewaltigen, da ihr Trieb nicht beherrschbar sei und unbedingt ausgelebt werden müsse.

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      Der Strafplanet

        Gestern war ich wieder mit meiner örtlichen Bezugsgruppe zur aufsuchenden Arbeit in Bordellen. Und ich möchte heute über ein Gefühl reden, das dabei immer wieder in mir hochkocht: Wut. Heiße, ohnmächtige, verzweifelte, kochende Wut.

        Dass man getroffen, erschüttert, traurig, verzweifelt ist nach der aufsuchenden Arbeit, dass einem das Herz wehtut, das wird jede verstehen.

        Aber die Wut. Was macht man mit der Wut?

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        Was bewirkt das Nordische Modell? Effekt Nummer 3: Weniger Frauen in der Prostitution & der erleichterte Ausstieg

          In Ländern mit dem Nordischen Modell sinkt die Zahl prostituierter Frauen signifikant – dank verringerter Nachfrage, erleichtertem Ausstieg und Rückgang von Menschenhandel. In Schweden halbierte sich die Straßenprostitution bis 2008. Dänemark hatte zehnmal mehr Prostituierte, obwohl es weniger Einwohner hat. 2008 arbeiteten in Schweden nur noch ca. 600–1.000 Frauen in der Prostitution – zwei Drittel weniger als zuvor.

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          „I want to believe“ – Oder: Was Agent Mulders Büro in Akte X mit Prostitution zu tun hat

            Ich liebe Akte X. Ich habe es schon als Kind geliebt, es heimlich zu sehen. Ich habe Dana Scully geliebt und Fox Mulder und ich habe es geliebt, in Grauen vor den Ufos, Werwölfen und Poltergeistern im Fernsehsessel zu erstarren, auch, wenn ich danach jedes Mal Angst davor hatte, nach dem Einschlafen von Aliens entführt zu werden. In der Tat habe ich nach jeder Sendung meinen Teddy aus dem Bett gekickt. Denn ich fürchtete, er würde mit hinaufgebeamt, wenn ich entführt würde. Und was wäre, wenn die Außerirdischen mich zwar zurückbeamen würde auf diese Erde, ihn aber oben im Ufo vergäßen? Dann müsste ich leben in dem Wissen, dass mein Teddybär irgendwo im All herumschwebt, unerreichbar von mir getrennt. Für immer.

            Neulich habe ich mir wieder Folgen über Folgen von Akte X reingezogen. Und dabei ist mir etwas aufgefallen. Ihr kennt doch das Poster, das in Agent Mulders Büro hängt, oder? Jede und jeder kennt es.

            Über dieses Poster hatte ich mir nie so konkret Gedanken gemacht. Ich hab immer gemeint, Agent Mulder hätte es aufgehängt, weil er eben gern an Ufos und solche Dinge glauben möchte. Und als ich herumgefragt habe in meinem Bekanntenkreis, kam raus: das denken irgendwie alle. Du auch?

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            Die Folgen einer legalisierenden & liberalen Prostitutionsgesetzgebung – Punkt 6: mehr Freier

              Es gibt einen großen Unterschied zwischen Gesellschaften, die Sexkauf legalisiert haben und Gesellschaften, in denen es verboten ist, sich Frauen für Sex zu kaufen: überall dort, wo es für Männer gesellschaftlich akzeptiert ist, Prostitution zu nutzen, gibt es mehr Freier als dort, wo es verboten ist.

              Und das ist nur logisch: dort, wo es gesetzlich erlaubt ist, sich Frauen für Sex zu kaufen, werden mehr Männer es tun – schließlich ist ja nichts dabei, es ist nicht verboten. Gesetze haben eine normative Wirkung. Wir können das an anderen Beispielen sehen: wäre es erlaubt, andere Menschen zu schlagen, würden mehr Menschen andere Menschen schlagen. Wäre es erlaubt, Kinder zu missbrauchen, würden mehr Menschen Kinder missbrauchen. Wäre es erlaubt, im Supermarkt zu stehlen, würden mehr Menschen im Supermarkt stehlen.

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              Die Folgen einer legalisierenden & liberalen Prostitutionsgesetzgebung – Punkt 2: Stigma

                Überall da, wo Prostitution als „ganz normaler Beruf“ angesehen wird, wird der sexuelle Missbrauch, der in der Prostitution geschieht, verschleiert.

                Plötzlich ist es kein Sex ohne Konsens mehr, der da geschieht – sondern eine „Dienstleistung“.

                Damit erfahren die Tat und die Täter ein „Re-Naming“.

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                Freier & Kindesmissbrauch

                  Überdurchschnittlich viele Frauen in der Prostitution sind als Kind Opfer von sexuellem Missbrauch geworden. Wissen Freier das, und wenn ja, wie gehen sie damit um?

                  Aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen, dass es verschiedene Typen von Freiern gibt, und dass Männer, die Sex kaufen, also auch unterschiedlich damit umgehen, dass viele der Frauen, die sich prostituieren, als Kind missbraucht worden sind.

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                  Warum Gewalt gegen Mütter immer auch Gewalt gegen Kinder ist

                    Immer wieder höre ich davon, dass Frauen, die sich von ihren schlagenden (Ehe-)Männern trennen, dazu verpflichtet sind, diesen weiterhin die Kinder zu Besuch zu schicken, weil das Jugendamt der Meinung ist „Nur weil er Sie geschlagen hat, ist er ja kein schlechter Vater, und dem Kind hat er ja schließlich nichts getan“!“

                    Deswegen möchte ich heute darüber sprechen, was es mit Kindern macht, die sogenannte „häusliche Gewalt“ mitzuerleben.

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